Ausschreibungen

Das Migros-Kulturprozent setzt mit seinen Ausschreibungen Impulse und zukunftsweisende Akzente in der Schweizer Kulturlandschaft. Der nationale private Kulturförderer leistet einen substantiellen Beitrag an künstlerische Vorhaben, die sich mit spezifischen Aspekten seiner drei Förderschwerpunkte auseinandersetzen: «Kulturelle Ko-Kreation», «Next Generation» und «Neue Perspektiven».

Ausschreibung: Kulturelle Ko-Kreation. Diversität und Inklusion

In Kürze: Mit dieser Ausschreibung lädt das Migros-Kulturprozent professionelle Kulturschaffende in der Schweiz ein, sich mit den Themen Diversität und Inklusion auf eine ko-kreative Art auseinanderzusetzen. Gesucht sind Projekte und Projektideen, die zur Sichtbarkeit dieser Themen beitragen.

Welche Projekte können eingereicht werden? 
  • Projekte, die neue Perspektiven im Zusammenhang mit Diversität und Inklusion ermöglichen 
  • Projekte, die einen Beitrag für eine gleichberechtigte Repräsentation aller Gesellschaftsgruppen im Kulturangebot leisten 
  • Projekte, die Barrieren zum Kulturangebot abbauen 

Unterstützung erhalten kulturelle Projekte aus den Sparten bildende Kunst, Comic, digitale Kultur, Film, Jazz, klassische Musik, Kleinkunst, Literatur, Pop, Tanz und Theater sowie spartenübergreifende Vorhaben. Sie sollen einerseits ko-kreativ entstehen und sich andererseits auch inhaltlich mit kultureller Ko-Kreation auseinandersetzen: Von Anfang an sind Zielgruppen oder Spezialist*innen aus anderen Sparten und Disziplinen (zum Beispiel aus den Bereichen Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft) als gleichberechtigte Partner*innen am Projekt beteiligt – Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. 

«Diversität» und «Inklusion» – als wichtige Ausdrucksformen von Ko-Kreation – werden bereits im Entwicklungsprozess berücksichtigt und sind sowohl für den Projektinhalt wie auch die Arbeitsweise ausschlaggebend. Ausgegangen wird von einer breiten Begriffsdefinition: Diversität ist in diesem Kontext der Versuch, Chancengleichheit herzustellen für Gruppen, die nach bestimmten Merkmalen benachteiligt werden können. Dazu gehören unter anderem: Alter, Herkunft, Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung, körperliche und geistige Fähigkeiten und sozioökonomischer Status. Inklusion bedeutet hier den Einschluss aller Menschen in gesellschaftliche Prozesse, unabhängig ihrer unterschiedlichen Ressourcen und Ausgangslagen – wie beispielsweise Behinderungen. In einem inklusiven System ermöglichen es die Strukturen, dass sich die Mitglieder gleichberechtigt einbringen. 

Was wird unterstützt? 
  • Das Migros-Kulturprozent finanziert die Projektentwicklung und die Umsetzung (Arbeitsaufwand und Sachkosten zur Umsetzung des Projekts).
  • Dies schliesst explizit Aufwände für inklusive Prozesse und Strukturen mit ein. 

Was wird nicht gefördert? 
  • Nicht gefördert werden Institutionen, die eigene Diversitäts- und Inklusionsprozesse initiieren resp. an entsprechende Subventionsverträge gebunden sind.
  • Nicht gefördert werden Betriebskosten und Investitionen in eine projektunabhängige Infrastruktur. 

Wie werden Projekte eingereicht? 
Das Gesuch umfasst Vision, Motivation, Überlegungen zum Entstehungsprozess und dazu, was mit dem Projekt bewegt werden will. Ausschlaggebend bei der Beurteilung sind Einzigartigkeit und kulturelle Qualität des Projekts. Folgende Punkte müssen enthalten sein:

Vorstellung des Projekts und des Projektteams: 
  • Wer gehört zum Projektteam? Wie sieht das ko-kreative Projekt aus? Was will damit bewirkt werden? 
  • Inwiefern pflegt das Projektteam einen kritischen Umgang mit Diversität und welche Gruppen werden mit dem Projekt konkret angesprochen? 
  • Welche Rolle spielt Inklusion im Projektteam und auf welche Art und Weise wird Inklusion inhaltlich im Projekt thematisiert? 
Zeitplan: 
  • Mit welchen Projektschritten und bis wann wird das Projekt umgesetzt? Wann endet das Projekt?
Budget und Finanzierungsplan: 
  • Welche Projektausgaben fallen an und mit welchen Einnahmen sollen diese gedeckt werden (Eigenmittel, Drittmittel, benötigter Förderbeitrag vom Migros-Kulturprozent)? 

Prozess 
  • Die Gesucheingabe ist über das Online-Gesuchportal migros-kulturprozent.ch vom 1. bis 30. April 2021 (das Gesuchsportal schliesst um Mitternacht) möglich.
  • Nach einer positiven Beurteilung durch die Jury wird am 31. Mai 2021 die Einladung zur Präsentation vor der Jury verschickt. Die Präsentation vor der Jury erfolgt am 17. Juni 2021.

Fragen zur Gesuchseingabe oder zur Ausschreibung allgemein können hier gestellt werden: foerderbeitraege@mgb.ch.
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Kontakt

Leitung Förderbeiträge Kultur
Yeboaa Ofosu

Kontakt Koordination:
foerderbeitraege@mgb.ch

Das Migros-Kulturprozent reagiert auf aktuelle Themen sowie gesellschaftliche und kulturelle Umbrüche und setzt Akzente: Mit den Förderschwerpunkten «Kulturelle Ko-Kreation», «Neue Perspektiven» und «Next Generation» gibt das Migros-Kulturprozent wichtige Impulse für das gegenwärtige Schweizer Kulturschaffen. Alternierend finden zu den drei Förderschwerpunkten zeitlich begrenzte Ausschreibungen statt. Die Förderschwerpunkte fliessen zudem in Form von Akzenten in die eigenen Projekte ein.

Kulturelle Ko-Kreation: Erprobung zukunftsweisender Arbeitsweisen

Im Fokus stehen kulturelle Vorhaben, die von Akteur*innen unterschiedlicher Kultursparten wie auch anderer gesellschaftlicher Bereiche gemeinsam entwickelt und realisiert werden. Sowohl Kulturschaffende und Kulturinstitutionen als auch Spezialist*innen aus Bereichen wie beispielsweise Soziales, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sollen in die Vorhaben involviert sein. Alle Mitwirkenden beteiligen sich gleichberechtigt mit ihren spezifischen Fähigkeiten am jeweiligen Prozess. Gemeinsam sind sie für die Umsetzung der kulturellen Projekte verantwortlich. Die Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg ermöglicht innovative Formen der Kreation und neue kulturelle Projekte. Der Förderschwerpunkt «Kulturelle Ko-Kreation» umfasst entsprechend folgende Aspekte:

1. Die Erprobung zukunftsweisender kollaborativer Kulturpraktiken
2. Gemeinsam und auf Augenhöhe entwickelte kulturelle Vorhaben
3. Zusammenarbeit von Kulturschaffenden und anderen Spezialist*innen

Neue Perspektiven: Blick in die nahe Zukunft 

Welche Akteur*innen, Formate, Orte sowie Produktions- und Rezeptionspraktiken werden das Kulturschaffen und die Kulturlandschaft der kommenden Jahre entscheidend mitprägen? Gefragt wird nach den relevanten Themen im künftigen Kulturdiskurs, der veränderten Rolle von Kulturschaffenden in der Gesellschaft sowie den Orten, an denen Kultur in Zukunft produziert und rezipiert wird. Der Förderschwerpunkt «Neue Perspektiven» versteht sich als Suchfeld, das eine freie künstlerische Auseinandersetzung mit bevorstehenden kulturellen Veränderungen ermöglicht. Gleichzeitig begünstigt er das Aufspüren neuer Sichtweisen auf Kultur und Gesellschaft sowie das Kreieren und Erproben neuer Arbeitsweisen. Die Suchfelder beziehen sich auf:

1. Neue Praxen der Kulturproduktion und -rezeption
2. Neue Kulturschaffende und ihre Rolle in der Gesellschaft
3. Neue Orte für die Kreation und das Erleben von Kultur
4. Neue Formate und Technologien der kulturellen Vermittlung

Next Generation: Kulturschaffende am Anfang ihrer Entwicklung

Das Augenmerk liegt auf jungen Talenten und kulturellen Akteur*innen, die sich am Beginn ihrer Laufbahn befinden. Es werden Formate unterstützt, in denen der Nachwuchs künstlerisch begleitet und vernetzt wird. Zukunftsweisende Kulturpraxen der nächsten Generationen sollen eine Plattform erhalten. Dezidiert wird auch den Bedürfnissen und Rezeptionspraktiken des jungen Publikums Rechnung getragen. Der Förderschwerpunkt «Next Generation» umfasst entsprechend drei Aspekte des Kulturschaffens der nächsten Generationen:

1. Die Unterstützung und Vernetzung von Nachwuchskünstler*innen
2. Die Förderung neuer jugendkultureller Praktiken
3. Die aktive Teilhabe junger Menschen am Schweizer Kulturleben

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Leitung Förderbeiträge Kultur
Yeboaa Ofosu

Kontakt Koordination:
foerderbeitraege@mgb.ch

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