m2act

Das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent für die Darstellenden Künste

m2act fördert kulturelle Ko-Kreation: Das Förderprojekt des Migros-Kulturprozent unterstützt Prozesse und Vorhaben, die von Kulturschaffenden gemeinsam und gleichberechtigt mit anderen Spezialist*innen entwickelt und realisiert werden. In der Zusammenarbeit verbinden sich künstlerische Arbeitsweisen mit Methoden und Formaten aus weiteren Bereichen wie zum Beispiel Soziales, Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung, Wissenschaft und Politik. Diese Schnittstellen bergen das Potenzial für partizipatives, neuartiges und zukunftsweisendes Kulturschaffen.

m2act unterstützt offenen Wissenstransfer: Der Austausch von Ideen, Herangehensweisen, Erfahrungen und Erkenntnissen gehört zur DNA von m2act. Einblicke und Ergebnisse aus allen Aktivitäten werden dokumentiert, aufbereitet und Interessierten zur freien Weiterverwendung und -entwicklung zugänglich gemacht. Offener Wissenstransfer fördert einen zukunftsorientierten und nachhaltigen Wandel von Prozessen und Strukturen in den Darstellenden Künsten.

m2act orientiert sich an fairer Praxis: Gleichberechtigung, Inklusion und Nachhaltigkeit sind Grundbedingungen aller Aktivitäten und Angebote des Förder- und Netzwerkprojekts. In der Zusammenarbeit legt m2act Wert auf soziale, rollen- und genderspezifische Gerechtigkeit, auf Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber sowie auf eine faire Entschädigung aller Beteiligten.

m2act gibt Impulse für nachhaltige Strukturen: Rahmenbedingungen, Prozesse und Arbeitszusammenhänge in den Darstellenden Künsten müssen zukunftsfähig sein. Sie beruhen auf einem bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit ökologischen, ökonomischen und personellen Ressourcen. m2act erarbeitet gemeinsam mit anderen Akteur*innen teilbare und verbindliche Grundlagen für nachhaltige Strukturen in den Darstellenden Künsten.

Angebot

Förderung: m2act fördert künstlerische, laborartige und diskursive Vorhaben, die gemeinsam und gleichberechtigt von Kulturschaffenden aus den Darstellenden Künsten (Kleinkunst, Performance, Theater und Tanz) und Spezialist*innen aus anderen Sparten und Bereichen entwickelt und umgesetzt werden. Förderanträge können einmal pro Jahr eingereicht werden.

Netzwerk: m2act lädt in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen jährlich zu einer mehrtägigen Campus-Veranstaltung ein. Wissenstransfer- und Ko-Kreations-Formate richten sich an Akteur*innen aus den Darstellenden Künsten, an Kulturschaffende aus weiteren Sparten und an Spezialist*innen aus anderen Bereichen. Die geförderten Vorhaben und relevante Ko-Kreationen präsentieren sich auf der Bühne und richten sich zusätzlich an ein breites Publikum. m2act arbeitet zudem mit Projektpartner*innen im Rahmen von Veranstaltungen zusammen, die sich kultureller Ko-Kreation, offenem Wissenstransfer sowie fairer Praxis und nachhaltigen Strukturen in den Darstellenden Künsten widmen.

Toolbox: m2act stellt eine digitale Toolbox zur Verfügung, die praxisnahe Tipps und ko-kreativ entwickelte Lösungsansätze für alte und neue Herausforderungen in den Darstellenden Künsten bietet. Die Toolbox befindet sich im Aufbau und wird laufend um die Erkenntnisse und Einblicke aus den unterstützten Vorhaben und Veranstaltungen ergänzt.

Kontakt

Mathias Bremgartner, Leitung m2act
Migros-Genossenschafts-Bund
Direktion Kultur und Soziales
Löwenbräukunst-Areal
Limmatstrasse 270
Postfach 1766
CH-8031 Zürich

mathias.bremgartner@mgb.ch

Projektteam

Mathias Bremgartner, Leitung m2act

Béatrice Schmidt, Programm und
Organisation m2act

Urs Küenzi, Organisation und
Administration Förderbeiträge m2act

Saima Sägesser, Praktikantin Theater

Regula Schröter (extern),
Co-Projektentwicklung und inhaltliche
Beratung m2act

Kickoff m2act

m2act @ Südpol Luzern // 8. – 10. Oktober 2020

Im Herbst 2020 wird m2act – das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent für die Darstellenden Künste – offiziell lanciert. Die Kickoff-Veranstaltung findet vom 8. bis 10. Oktober 2020 im Südpol Luzern statt. Ko-kreative Workshops, Wissensaustausch und Vernetzung sowie künstlerische Präsentationen und Kickoff-Feierlichkeiten werden die drei Tage prägen. Den Auftakt macht ein zweitägiger g3-Workshop (gemeinsam gesellschaft gestalten), der es Kulturschaffenden ermöglicht, Öffnung und Teilhabe konkret und praxisnah umzusetzen. Die Veranstaltung wird massgeblich mitgestaltet durch das Wissen, die Erfahrungen und die Wünsche der Teilnehmenden.

Detaillierte Informationen zum Programm und zu den Anmeldemodalitäten folgen nach der Sommerpause.

Workshops / Praktische Einführungen in die g3-Methode

m2act @ Im Hochhaus, Zürich // 3. Oktober 2020
Ko-Kreation in der Kleinkunst

m2act @ Le Grütli, Genf // 5. Oktober 2020
gemeinsam gesellschaft gestalten!

Im Kulturbetrieb wird intensiv an der Frage gearbeitet, wie die Bevölkerung besser erreicht und stärker in die inhaltliche Auseinandersetzung miteinbezogen werden kann. Das Migros-Kulturprozent bietet auf seiner Kleinkunstbühne «Im Hochhaus» in Zürich und in Zusammenarbeit mit dem Grütli in Genf je eine praktische Einführung in die g3-Methode (gemeinsam gesellschaft gestalten) an. Diese von Design Thinking inspirierte Innovationsmethode ermöglicht es, Teilhabe und Zugänglichkeit ko-kreativ anzugehen. Die Workshops unter der Leitung des Dramaturgen und Initiators der g3-Methode, Moritz von Rappard, richten sich an alle, die mit kulturellen Institutionen oder Projekten zu tun haben und Lust mitbringen, konkrete Antworten auf konkrete Fragen zu entwickeln. In heterogenen Gruppen wird in nur zwei Stunden an Ideen gearbeitet, die sofort umgesetzt werden können.

Detaillierte Informationen zu den Workshops und zu den Anmeldemodalitäten folgen nach der Sommerpause.

Campus

m2act @ Gessnerallee Zürich // 20. – 25. September 2021

In Zusammenarbeit mit der Gessnerallee Zürich lädt m2act vom 20. bis 25. September 2021 ein zu ko-kreativen Workshops, Wissensaustausch, Vernetzung und künstlerischen Präsentationen. Detaillierte Informationen folgen 2021.

Kontakt

Wenn Sie Information zu den kommenden Veranstaltungen erhalten möchten, senden Sie uns bitte Name und E-Mail-Adresse an saimalinnea.saegesser@mgb.ch.

Das Förder- und Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent für die Darstellenden Künste.

Was fördert m2act?

m2act fördert ko-kreative Vorhaben in den Darstellenden Künsten (Kleinkunst, Performance, Theater und Tanz). Unterstützt werden künstlerische, laborartige und diskursive Projekte, die gemeinsam und gleichberechtigt von Kulturschaffenden und Spezialist*innen aus anderen Sparten, Professionen und Bereichen entwickelt und umgesetzt werden. Der Fokus liegt auf Vorhaben, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und zukunftsweisende Ansätze, Arbeitsweisen und Methoden für die Darstellenden Künste kreieren und erproben. Erwünscht sind neben Vorhaben für Publikum insbesondere auch kleinere Versuchsanordnungen, die primär praxisnahes Wissen und Verfahren zu den Herausforderungen kultureller Ko-Kreation, fairer Praxis und nachhaltiger Strukturen in den Darstellenden Künsten hervorbringen.

Was beinhaltet die Förderung durch m2act?

m2act vergibt Förderbeiträge von bis zu maximal 100’000 Franken je Vorhaben. Insgesamt steht pro Jahr eine Fördersumme von 300’000 Franken zur Verfügung. Bei zeitlich und personell weniger umfangreichen Projekten mit einem Budget von bis zu 25’000 Franken ist eine Ausfinanzierung durch m2act grundsätzlich möglich. Bei Vorhaben mit grösserem Budget muss mindestens ein*e weitere*r Finanzierungspartner*in gewonnen werden. Die geförderten Vorhaben werden während der Umsetzung durch m2act inhaltlich begleitet und nach Möglichkeit über den finanziellen Beitrag hinaus und gemäss ihren spezifischen Bedürfnissen unterstützt. m2act bietet den Vorhaben zudem Austausch-, Vernetzungs- und Präsentationsmöglichkeiten im Rahmen von Veranstaltungen und der digitalen Toolbox.

Wer kann bei m2act eine Förderung beantragen?

Projektvorschläge können von Kulturschaffenden und Kollektiven (zum Beispiel Compagnien oder Ad hoc-Gruppen) in den Darstellenden Künste in Zusammenarbeit mit Spezialist*innen aus anderen Professionen und Bereichen eingereicht werden. Kooperationen mit Organisationen (zum Beispiel Verbände) und Institutionen (zum Beispiel Kleintheater, Theaterhäuser, Festivals) in den Darstellenden Künsten sind möglich, aber nicht Bedingung.


Wie kann ein Förderantrag eingereicht werden?


Ein Gesuch kann nach sorgfältiger Lektüre des Dokuments «Förderbeiträge m2act 2020» eingereicht werden. Erfüllt das Vorhaben die dort aufgeführten formalen Kriterien und Bedingungen kann eine Anmeldung über den Link «Förderung beantragen» erfolgen. Geprüft werden nur Gesuche, die über das Online-Gesuchsportal erfasst wurden.


Termine


Eingabeschluss: 11. September 2020 (Gesuchsportal schliesst um Mitternacht)

Kickoff m2act: Interessierte sind herzlich zur Teilnahme an der Kickoff-Veranstaltung von m2act vom 8. bis 10. Oktober 2020 im Südpol Luzern eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Entscheid: Spätestens Anfang November 2020. Der Entscheid wird schriftlich kommuniziert, ist endgültig und wird nicht begründet.

Den Ausführungen in diesem Glossar liegt kein dogmatisches, sondern ein dynamisches Begriffsverständnis zugrunde: Die Begriffe werden über Aktivitäten und Projekte weitergedacht und weiterentwickelt und finden darin ihre Verwirklichung als «gelebte Beispiele».

Kulturelle Ko-Kreation

Im Kontext von m2act steht kulturelle Ko-Kreation für die Zusammenarbeit gleichberechtigter Akteur*innen bereits im Entstehungsprozess und/oder in der Umsetzung kultureller Vorhaben. Im Fokus stehen Projekte, die von Kulturschaffenden und/oder Kulturinstitutionen gemeinsam und paritätisch mit Spezialist*innen aus anderen Bereichen gemäss ihren spezifischen Expertisen und Fähigkeiten entwickelt und realisiert werden. Dabei werden künstlerische Arbeitsweisen mit praxisorientierten und/oder wissenschaftlichen Methoden und Herangehensweisen aus anderen Sparten und Bereichen wie Soziales, Wirtschaft Gesellschaft, Forschung, Wissenschaft und Politik verbunden. Die Zusammenarbeit an den Schnittstellen verschiedener Bereiche birgt sowohl in Bezug auf die Prozesse als auch auf die dabei entstehenden Formate grosses Potenzial für qualitativ hochstehendes und innovatives Kulturschaffen.

Offener Wissenstransfer

Das offene und unentgeltliche Weitergeben und Austauschen von Erfahrungen und Erkenntnissen ist Teil der DNA von m2act. Dies geschieht in unterschiedlichen künstlerischen, laborartigen und diskursiven Formaten und Projekten sowie auf Basis verschiedener Methoden. Einblicke und Ergebnisse werden geteilt, dokumentiert und für andere zur freien Weiterverwendung und -entwicklung zugänglich gemacht. Offener Wissenstransfer findet zwischen Expert*innen und Interessierten, zwischen Spezialist*innen in unterschiedlichen Bereichen sowie zwischen Künstler*innen und Publikum statt. Er ist Kern und Voraussetzung für ko-kreative Zusammenarbeit und ermöglicht ein gemeinsames und paritätisches Lernen. Offener Wissenstransfer – insbesondere zu und als Basis von fairer Praxis – ermöglicht und unterstützt einen zukunftsorientierten und nachhaltigen Wandel von Strukturen, Arbeitsweisen und Prozessen in den Darstellenden Künsten.

Faire Praxis

Zusammenarbeit und Verhalten basieren auf Gleichberechtigung, sozialer und genderspezifischer Gerechtigkeit, Solidarität, Inklusion sowie Nachhaltigkeit. Dies widerspiegelt sich in der Lohnpolitik, in Prozessen, Strukturen und Rahmenbedingungen sowie in der angemessenen Entschädigung aller Beteiligten. Faire Praxis legt Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Familienleben und auf Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber. Faire Praxis in den Darstellenden Künsten bedeutet, sich der eigenen Rolle bewusst zu sein, entsprechend zu handeln und sich dafür zu engagieren, dass sich Kulturschaffende und Publikum für eine sozial gerechte und nachhaltige Gesellschaft einsetzen. Faire Praxis ist Grundbedingung und fester Bestandteil jeglicher Aktivität, Zusammenarbeit und Förderung von Projekten im Rahmen von m2act.

Nachhaltige Strukturen

Rahmenbedingungen, Prozesse und Arbeitszusammenhänge müssen zukunftsfähig sein. Sie orientieren sich an den Prinzipien einer fairen Praxis und beruhen auf einem verantwortungsvollen Umgang mit ökologischen, ökonomischen und personellen Ressourcen. Nachhaltiges Handeln in den Darstellenden Künsten bedeutet, die Umwelt zu schonen, faire und inklusive Arbeitsbedingungen zu schaffen und mit finanziellen Mitteln bewusst umzugehen. Gleichzeitig beziehen die Kulturschaffenden das Publikum in diese Anstrengungen mit ein und informieren transparent. Nachhaltige Strukturen leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einem ökologischen Bewusstsein in den Darstellenden Künsten und zur Verbesserung der sozioökonomischen Situation der Kulturschaffenden. Sie schaffen die Grundbedingungen für eine gestärkte Verankerung und Relevanz der Darstellenden Künste in der Gesellschaft.