2b Company / KKQQ

Der Titel der neuen Theaterproduktion «KKQQ» von François Gremaud wurde aus einem Scherz heraus geboren. Der Ton ist denn auch von Humor geprägt – wie immer bei Gremaud – was einer fundierten Reflexion über die Tücken moderner Kommunikation nicht im Wege steht.

Was geschieht, wenn zwei Menschen miteinander kommunizieren? Und was geschieht, wenn ein modernes Kommunikationsmittel dazwischen geschaltet wird? 2b Company baut in «KKQQ» eine Versuchsanordnung, um der Verschiebung, welche durch das zwischengeschaltete Medium entsteht, habhaft zu werden. Was geschieht im leeren Raum zwischen Senden und Empfangen? Und wer versteht am Ende was?

Tiphanie, Michèle und François sitzen in ihren Boxen und senden nach draussen. Dabei wird mit Zeitschlaufen gespielt: Was in der Box kommuniziert wird, verschiebt sich gegen das, was auf der Leinwand zu sehen ist. Vieles bleibt in der Schwebe, setzt sich neu zusammen und klärt sich erst im Nachhinein. Wer was gesendet hat, ist nicht immer klar, nicht immer sind alle auf der selben kommunikativen Ebene und hinter dem Verstehen steht ein Fragezeichen.

François Gremaud war bereits mit «My Way» und «Simone, two, three, four» erfolgreich. In «KKQQ» geht er mit dem Einsatz von Video neue Wege. Mit Schalk fragt er – technisch und performativ auf höchstem Niveau – nach der Einsamkeit hinter den Bildschirmen.

«Sa philosophie? Contrairement à la majeure partie de l'humanité qui cherche une ombrelle sous laquelle s'abriter, lui fait des trous dans l'ombrelle en quête de chaos et de liberté. Comment ne pas souhaiter l'imiter?» (Le Temps Sortir)

«Notre monde est saturé de technologies qui permettent des choses folles. Mais la communication n’empêche pas une forme de solitude et de vacuité.» (La Liberté)

Premiere

Les Urbaines Lausanne, 4. Dezember 2009

Weitere Vorstellungen

  • Les Urbaines Lausanne, 5./6. Dezember 2009
  • Arsenic Lausanne, 11.-16. Januar 2011
  • Equilibre/Nuithonie Fribourg, 8.-26. November 2011
  • La Comédie de Saint-Ètienne, 9./10. Dezember 2011
  • Théâtre de Vidy Lausanne, 27. März - 5. April 2012

Konzept & Musik: François Gremaud / Spiel & kollektive Kreation: Michèle Gurtner, Tiphanie Bovay-Klameth, François Gremaud / Licht : Jonas Bühler / Technik, Video, Ton: Filippo Gonteri/ Produktionsleitung : Michaël Monney/ Diffusion : Tutu Production

Eine Koproduktion mit Arsenic Lausanne, Les Urbaines und Migros-Kulturprozent

Weitere Informationen

www.2bcompany.ch