Achim Lenz / Die Wolfshaut

« Die Wolfshaut » ist Österreichs düsterster Roman über die Provinz, eine Parabel über Schuld und Sühne, die Elfriede Jelinek „als eines der grössten Leserlebnisse ihres Lebens“ beschrieben hat. Achim Lenz und sein hochkarätiges Ensemble machen aus dem surrealen Dorfroman ein hochvirtuoses Sprachstück.

‹Schweigen› heißt das Dorf, in das sieben Jahre nach dem Krieg der Matrose Johann Unfreund zurück kommt. Er wird zur Unperson, weil er sich nicht in die Dorfgemeinschaft einfügen will. Merkwürdige Todesfälle ereignen sich in den frühen 50er Jahren im Dorf. Unfreund interessiert sich für die mögliche Ursache: die Morde an einer Gruppe von Zwangsarbeitern, die gegen Ende des Krieges umgebracht worden waren und an die kein Dorfbewohner sich erinnern will. Angst macht sich breit. Das friedliche Bild des idyllischen Landlebens wird zunehmend brüchig. Das gemeinsame Verbrechen, von dem alle wissen, über das aber keiner spricht, schweißt die Dorfgemeinschaft gegen Fremde zusammen. Die Menschen glauben lieber an einen Wolf, der sein Unwesen treibe, als sich mit ihrer Schuld zu beschäftigen.

Eine Inszenierung von Achim Lenz nach dem Roman von Hans Lebert.

Premiere

Theater Chur, 11. Januar 2012

Weitere Vorstellungen

  • Theater Chur, 13.–15. Januar 2012
  • Ringlokschuppen Mülheim a.d.R., 20./21. Januar 2012
  • Kurtheater Baden, 28. Januar 2012
  • Schlachthaus Theater Bern, 18.–20. April 2012

Regie & Produktion: Achim Lenz / Spiel: Jaap Achterberg, Marco Luca Castelli, Max Rüdlinger, Nikolaus Schmid, Lea Schmocker, Gian Rupf, Tonia Maria Zindel / Ausstattung: Corinne Rusch / Dramaturgie: Ann-Marie Arioli, Matthias Frense / Regieassistenz: Gianina Flepp / Lichtgestaltung: Roger Stieger / Administration: Brigitte Balzer-Brunold

Eine Koproduktion mit dem Theater Chur, Schlachthaus Theater Bern, Ringlokschuppen Mülheim a.d.R. und Migros-Kulturprozent

Weitere Informationen

www.mathiasbalzer.ch