Cie Émilie Charriot

Prairie 2016 – 2019

Die Compagnie Emilie Charriot wurde 2014 gegründet; Anlass dazu war eine Bühnenadaption des Romans KING KONG THÉORIE von Virginie Despentes. Seit der Premiere tourt die Inszenierung von Regisseurin Emilie Charriot erfolgreich durch die Schweiz und Frankreich und war Teil der viel beachteten ersten Sélection Suisse en Avignon. Emilie Charriots Handschrift zeichnet sich durch eine bedingungslose und konsequente Schauspielerführung aus, die in einer kraftvollen Präsenz der Schauspielenden mündet, der sich das Publikum nicht entziehen kann.

Die Compagnie

Emilie Charriot begann ihre Bühnenkarriere als autodidaktische Schauspielerin und Theaterlehrerin. 2012 schloss sie ihre Ausbildung zur Schauspielerin an der Manufacture (HETSR) in Lausanne ab. Heute ist sie neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin auch weiterhin als Schauspielerin, Theaterausbildnerin und punktuell für Radio (RTS) und Filmproduktionen tätig. Ihre Regiearbeit KING KONG THÉORIE feierte im Oktober 2014 am Arsenic in Lausanne Premiere. Seither tourt die Produktion erfolgreich in der Schweiz (TPR La Chaux-de-Fonds, TLH – Sierre, Théâtre Saint-Gervais Genève), in Frankreich (Centre Culturel Suisse in Paris, Bonlieu – Scène nationale d’Annecy, Le Merlan – Scène nationale à Marseille) sowie demnächst auch in Deutschland. Im Juli 2016 wurde die Inszenierung als Teil der ersten Sélection Suisse en Avignon am Théâtre Gilgamesh im Off-Programm des wichtigsten Sommertheaterfestivals Frankreichs gezeigt. Für die Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 sind weitere internationale Tourneedaten in Planung.

In der Spielzeit 2016/17 kreiert Emilie Charriot zwei neue Produktionen: IVANOV, eine Adaption des Dramas von Anton Tschechov im Arsenic Lausanne, und den Monolog LE ZOOPHILE aus der Feder des Waadtländer Autoren Antoine Jaccoud am Théâtre Vidy-Lausanne. Sechs einsame Figuren auf der Bühne, Liebe und Gewalt: Mit IVANOV von Anton Tschechov befragt die Regisseurin den Platz des Individuums in einer sich verändernden Gesellschaft, in der alle Orientierungshilfen in sich zusammenbgebrochen sind. Ende April 2017 inszeniert Emilie Charriot den Monolog LE ZOOPHILE, gespielt von Jean-Yves Ruf. Bei dieser Inszenierung handelt es sich um den zweiten einer Trilogie, in welcher Sexualität und Tabus in der zeitgenössischen Literatur in Form von Monologen untersucht werden; eine Trilogie die mit KING KONG THEORIE begonnen hat und mit PASSION SIMPLE von Annie Ernaux 2017/18 fortgesetzt und abgeschlossen wird. Unabhängig von ihrem Interesse für sowohl zeitgenössische wie auch klassische, dramatische wie nicht dramatische Texte steht Emilie Charriot ein für eine zeitgenössische Ästhetik und Herangehensweise an Theatertexte und für eine anspruchsvolle und genaue Schauspielerführung.

Premieren

IVANOV: 22. November 2016, Arsenic, Lausanne

LE ZOOPHILE: 27. April 2017, Théâtre Vidy-Lausanne

PASSION SIMPLE: 7. November 2017, Théâtre Vidy-Lausanne

Weitere Informationen

www.emiliecharriot.com