Dominik Huber - blendwerk / Warten auf die Barbaren

blendwerk errichtet eine Grenzstation aus temporären oder mobilen Behausungen – windschiefe Konstruktionen in einer fiktiven Zone des Übergangs. Inspiration für die begehbare Installation ist der Roman «Warten auf die Barbaren» von J.M. Coetzee, der in einer unbestimmten Zeit eine kafkaeske Welt entwirft.

Die Zuschauer geraten einzeln in eine hyperrealistisch ausgestaltete Innenwelt – in einen Warteraum zum Grenzübertritt, während draussen sich die unsichtbare Weite eines Ödlands verliert. Wind treibt Sand und Staub durch die Ritzen, ein Hund bellt, gleissendes Sonnenlicht dringt nach innen, es ist heiss. Einer nach dem Anderen wird durch die Station geschleust und trifft auf bizarre Bewohner und andere Grenzgänger. Die Zuschauer wollen nur Eines: Auf die andere Seite gelangen, doch ein feines, undurchschaubares Netz von Fragestellungen, Perspektivwechseln und Konfrontationen macht die Überschreitung der fiktiven nationalen Grenze zu einer Begegnung mit dem fremden Gegenüber und dem Anderen in einem selbst.

Premiere

Gessnerallee Zürich, 21. September 2013

Weitere Vorstellungen

  • Gessnerallee Zürich, 22.–29. September 2013
  • Theater Basel, 6.–8. Juni 2013
  • HAU Berlin, 19.–23. Juni 2013
  • Theater Chur, 1.-3. November 2013

Konzeption, Regie, Szenografie: Dominic Huber / Konzeption, Co-Regie: Lara Körte / Spiel: Ana Berkenhoff, Thomas Douglas, Lara Körte, Damian Rebgetz / Dramaturgie: Juliane Männel / Sounddesign, Musik: Knut Jensen / Lichtdesign: Christa Wenger / Regie- und Produktionsassistenz: Christiane Dankbar / Szenografieassistenz: Anna Froelicher, Sophie Reinhard / Szenografiepraktikum: Léonie Süess / Technische Mitarbeit: Jonas Ospel / Projektadministration: Lukas Piccolin

Eine Koproduktion von blendwerk mit dem Theaterhaus Gessnerallee Zürich und Migros-Kulturprozent

Weitere Informationen

www.blendwerk.ch