Jessica Huber

Prairie 2015 – 2018

Jessica Hubers künstlerisches Schaffen gleitet zwischen unterschiedlichen Performance-Welten vor und zurück: Während ihre frühen Arbeiten primär choreografisch geprägt waren, variieren die neueren Produktionen erheblich hinsichtlich ihrer Form und Ausprägung. Was die Arbeiten der Choreografin jedoch verbindet, ist die Suche nach einer Praxis und Ästhetik des Teilens und Austauschens und der gelebte Wunsch nach Kollaboration. Entsprechend hat Jessica Huber die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern zu ihrer primären Arbeitsmethode gemacht: Formate wie Walks, Residenzen und Workshops sind für sie nicht nur inspirierende Momente der Interaktion, sondern wesentlicher Teil des Kreationsprozesses.

Die Compagnie

Jessica Huber erhielt ihre Ausbildung in zeitgenössischem Tanz, Choreografie und Dance & Theatre Science am Laban Centre und an der City University in London. Seit 2006 kreiert sie mit Basis in Zürich eigene Tanz- und Performance-Projekte. 2010 und 2015 wurde Jessica Huber mit dem Anerkennungspreis Tanz der Stadt Zürich ausgezeichnet. 2015 und 2016 ist sie Young Associated Artist an der Gessnerallee Zürich. Zusammen mit Karin Arnold ist sie auch Teil des Zürcher Performance-Kollektivs mercimax. In der aktuellen Produktion AUTOBALLETT, einer site-specific Performance mit zehn Chauffeuren, werden Autos in choreografierte Bewegung versetzt.

Ihre eigenen Arbeiten jüngeren Datums sind weniger von der Choreografie als vielmehr vom Austausch und der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Künstlern geprägt. So ist beispielsweise HOLDING IT TOGETHER eine sich laufend weiterentwickelnde Performance- und Kollaborationsserie, die im Mai 2015 in der Gessnerallee Zürich Premiere feierte. Das neuste Projekt THE ART OF A CULTURE OF HOPE entstand in Kollaboration mit dem britischen Performance-Künstler und Aktivist James Leadbitter aka The Vacuum Cleaner. Die Arbeit besteht aus drei Teilen: TENDER PROVOCATIONS OF HOPE AND FEAR ist eine Mischung aus Happening, Performance und «poetic activist assembly». Der zweite Teil – SPACE FOR HOPE – setzt sich zusammen als Serie von Workshops und Denkanstössen zu den Themen Angst und Hoffnung. Und beim ARCHIVE OF HOPE handelt es sich um ein digitales und physisches Archiv, welches in den nächsten zwei Jahren entstehen und anwachsen wird. THE ART OF A CULTURE OF HOPE wurde am 17. Juni 2016 an der Gessnerallee in Zürich erstmals durchgeführt und reist ab der Spielzeit 2016/17 an unterschiedliche Häuser und Festivals im In- und Ausland.

Premiere

ARCHIVE OF HOPE: Herbst 2017, Voruuit Ghent

Weitere Informationen

www.jessicahuber.ch